Dienstag, 02. Juni 2009
Dienstag, den 02.06.09
Ich bin frustriert. Und dabei fing dieser Tag so gut an. Endlich konnte ich alles für die anstehenden Bauarbeiten organisieren: das Material, die Maschinen, die Handwerker.
Aber da habe ich die Rechnung scheinbar ohne meine Mieter gemacht.
Seit Monaten erzähle ich meinen Mietern, den Nachbarn und allen die mir zuhören, dass die geplanten Bauarbeiten bald statt finden.
Ich schildere, was in welcher Reihenfolgen wie gemacht werden soll, damit es das gewünschte Ergebnis gibt.
Voller Freude erzähle ich meinen Mietern, dass die Bauarbeiten übermorgen endlich beginnen und bekomme etwas zu hören, was sich sehr nach Geldforderung anhört.
Plötzlich sind sie nicht mehr froh, dass die Arbeiten endlich gemacht werden, sondern DAS PASST MIR JETZT ABER GAR NICHT. Es KÖNNTE ja an diesem Tag eine Warenlieferung kommen!
KÖNNTE!
Jetzt falle ich vom Glauben ab.
Ich kehre ihnen die Zigarettenstummel hinterher.
Ich warte schon seit 2 Monaten auf den Mietzins.
Ich habe nach 9 Monaten noch immer keine Kaution erhalten.
Das alles sind Tatsachen, kein KÖNNTE.
Am Liebsten würde ich den Betrieb dieses Hauses einstellen. Das Haus am laufen zu halten kostet mich jede Menge Geld. Aber für meine Mieter ist die Zahlung des Mietzinses nicht halb so wichtig, wie die tägliche Dosis legaler Drogen. (Zigaretten)
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Mittwoch, 26. Dezember 2007
Zwar nicht mit richtigem Schnee, aber Raureif tut’s zur Not auch. Im Fernsehen sagte man “Industrie-Schnee” dazu. Er kommt als Wasserdampf aus den Schornsteinen dieser Welt und kondensiert bei einer besonderen Wetterlage. Wenn es kalt genug ist legt es sich dann wie Raureif um die Bäume und Büsche und erzeugt den Anschein einer “Weissen Weihnacht”. Was Mutter Natur sich so alles ausdenkt!
Wieso ist Weihnachten NUR für Kinder schön.
Wahrscheinlich, weil den Erwachsenen der Geist der Weihnacht abhanden gekommen ist. Nicht nur, dass wir einem plötzlich auftretenden Putzwahn erliegen, nein: wir müssen 2 Tage vor Heilig Abend auch noch umziehen.
Und als ob das nicht schon schlimm genug ist, verläßt sich der Organisator dieses Umzuges auf die Hilfe imaginärer Gestalten wie: Heinzelmännchen, Guten Geistern, in den Urlaub gefahrenen Freunden und unzuverlässigen Hilfskräften.
So kam es, dass ich an Heilig-Abend 2 Stunden vor der Bescherung inmitten eines Umzugs-Chaos stand.
Und endlich auf der heimischen freundlich-warmen Chouch angekommen, darf ich Andre Rieu und sein Orchester ALLEIN geniessen.
Der Grund: Ein Feuerteufel hat die Definition von “Geschenk” und “Schöne” Weihnacht sehr eigenwillig ausgelgt ...... und umgesetzt.
Es gab einen riesigen Brand zu löschen.
Aber ein Highlight gab es doch. Die herrlich duftende und wunderbar schmeckende Weihnachtsgans. Hmmmm, ein Genuss, der für vieles entschädigt.
Ein tolles Stückchen Bein (bei freilaufenden Tieren besonders gut durchtrainiert) mit gut gewürzter knuspriger Haut. Dazu echte Thüringer Klöße und selbst gemachten Rotkohl. Als Nachtisch, Kaffee-Eis - selbst gemacht - versteht sich. Ja; darauf kann Frau sich das ganze Jahr freuen.
Morgen steht der “Ernst des Lebens” wieder vor der Tür, dicht gefolgt vom Karneval und dem hoffentlich bald beginnenden Frühling. Wir haben viel zu viele kurze, dunkle, stressige Tage.
Schöne Weihnachtstage und einen Unfallfreien Rutsch ins neue Jahr.
Comtesse Corina
von der weiten Anfahrt und
der hohen Landung zu Kuhriegel (im Schwäbischen gelegen)
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Montag, 14. Februar 2005
Das war ein schönes Wochenende
... denn ich hatte einen **. ![]()
Wenn er nur nicht seinen schwarzen Sonntag gehabt hätte.
Zur Erklärung: Ein “schwarzer Sonntag” heißt in der übrigen Welt : Freitag der Dreizehnte.
An solchen Tagen ist es besser, man steht gar nicht erst auf, denn dann muss man auch nicht:
- ein großes Blech Russischen Zupfkuchen wegwerfen, weil etwas Müll drauffiel, weil Katerchen nicht hört und schon gar nicht tut was er gesagt bekommt.
- ertragen, dass bei akuter Kontoschwindsucht der Geschirrspüler spontane Arbeitsniederlegung androht und es nur dem unnachahmlichen Talent eines EDV-Supporter zu verdanken ist, dass sich “Jemand” nicht auch noch die ohnehin fliehenden Harre rauft.
Ansonsten war es schönes Wochenende. Wenn man davon absieht, dass Katerchen seine Allergene mit besonderer Vorliebe auf unseren Frühstückstellern zwischenlagert und beim Spielen wie zufällig vergißt, seine Krallen einzuziehen. Das er es kann, hat er bewiesen.
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Montag, 07. Februar 2005
Ein Schnupfen hat sich an mich gehängt.
Ich war unvorsichtigerweise am Sonntag in Eiseskälte beim Karnevalumzug in Flörsheim.
Nicht nur, dass ich mit (Papier)Müll beworfen wurde, die Süßigkeiten machten zielgenau einen großen Bogen um mich.
So mancher Erwachsener hielt es für unbedingt nötig, den wenigen Kindern die paar billigen Bonbons wegzuschnappen und dann brüllten sie mir auch noch so ‘anstößiges’ wie: “Hail die gail” ins Hirn!
Ein Schelm der Böses dabei denkt. ![]()
“Hail die Gail” ist das flerschemer (flörsheimer) äquivalent zu dem faschingsüblichen “Helau oder Alaaf” und heißt ins Deutsche übersetzt so etwas wie: “Haltet die Pferde, bevor sie durchgehen”.
Es war kalt und laut und menschenüberfüllt, also werde ich den nächsten Karneval von der warmen Couch aus betrachten. Jetzt ist mir auch schlagartig wieder eingefallen, warum ich die letzten 35 Jahre solche und ähnliche Ereignisse lieber verpasst habe.
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